Was wir von unseren Kindern lernen

Was wir von unseren Kindern lernen

„Wer von Kindern nichts lernen will, der handelt dumm und ungerecht gegen sie, wenn er verlangt, daß sie von ihm lernen sollen.“

Johann Georg Hamann

 

 

Bei allen Menschen, die uns im Leben begegnen, sind wir stets Lehrer und Schüler zugleich. Beim eigenen Kind trifft das ganz besonderes zu. Nicht nur unsere Kinder lernen gerade in den ersten Lebensjahren unheimlich viel, wir tun es auch! Wenngleich uns das oft gar nicht so bewusst ist. Und damit meine ich jetzt gar nicht mal solche Dinge, wie man am besten Windeln wechselt, ein Baby badet, füttert und beruhigt. Natürlich lernt man das auch, aber es gibt so viel mehr, was man als Mutter durch die Kinder lernt. Wir besuchen durch sie eine ganz besondere Schule. Eine, die einem viel wichtigeres beibringt, als die üblichen Schulen.

 

Was ich in von meinem Wirbelwind lernte

…oder noch am lernen bin:

 

Geduld – Ich war nie ein besonders geduldiger Mensch. Auch jetzt kribbelt es mich noch oft in den Fingern, wenn ich auf etwas warten muss. Aber im Großen und Ganzen bin ich schon viel geduldiger geworden durch meinen Sohn. Er kennt (noch) keine Uhr und keine Pflichten die erledigt werden müssen. Er weiß nicht, dass der Tag (nur) 12 Stunden hat. Für ihn zählt nur das hier und jetzt.
Gelassenheit – Ich reagiere auf viele Dinge mittlerweile viel gelassener. Er hat mich gelehrt auch mal beide Augen zuzudrücken. Einfach ihm zuliebe. Damit er Erfahrungen sammeln kann.
Selbstreflexion – Ich war zwar schon immer ein Mensch, der viel über sein eigenes Verhalten nachdachte, aber seit mein Wirbelwind da ist, tue ich das noch intensiver. Jeden Abend/jede Nacht denke ich über den vergangenen Tag nach, lasse ihn in Gedanken Revue passieren und überlege, was ich in bestimmten Situationen besser oder einfach nur anders hätte machen können.
Kleine Dinge zu schätzen – Einem Kind kann man mit den einfachsten Dingen eine riesige Freude machen. Die Wertvorstellung von ihnen ist eine völlig andere, als unsere. Eine Packung Papiertaschentücher kann da manchmal viel interessanter sein, als das teure Spielzeug.
Die Welt mit anderen Augen zu sehen – Und zwar mit denen eines Kindes. Eine Welt, in der so vieles neu und spannend ist. In der es kein gut und böse gibt, sondern einfach nur das aktuelle Gefühl. In der man immer das tut, wozu man gerade Lust hat und nicht versteht, warum es anders sein sollte. Und in der man sich keine Gedanken darüber macht, was andere von einem denken könnten, denn Selbstzweifel gibt es nicht.
Teilen – Mein Wirbelwind teilt (noch) unheimlich gerne. Er hat sogar richtige Freude dabei. Das steckt an!
Fürsorge – Da ist plötzlich dieses kleine Wesen, dass einen so sehr braucht. Egal wie egoistisch man vorher war, von nun an würde man sein Leben dafür geben, dass es genau seinem Kind so gut wie möglichst geht.
Sich selbst besser kennenlernen – Nicht nur durch die Selbstreflexion, sondern auch durch den Spiegel, den uns unsere Kinder vorhalten, lernt man sich als Mutter besser kennen, denn jemals zuvor.
Liebe – Diese Art von Liebe, kennen nur Eltern. Es ist eine völlig andere, als die, die man bis dahin kannte. Sie ist nicht an Bedingungen oder Erwartungen geknüpft. Man liebt sein Kind einfach nur, weil es eben sein Kind ist.

 

Es gibt bestimmt noch vieles mehr, was mir gerade nur nicht einfällt. Was zum Beispiel habt ihr von euren Kindern gelernt? Schreibt es doch in die Kommentare!

 

Eure
Susanne

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