Kindgerechte Kommunikation

Kindgerechte Kommunikation

Wie dein Kind besser mit dir kooperiert!

Druck erzeugt immer auch Gegendruck!

Unsere Welt ist sehr schnelllebig geworden. Wir nehmen uns für die wenigsten Dinge noch wirklich Zeit. Die Tage sind oft von morgens bis abends akribisch durchgetacktet. Das beginnt schon mit der Zeit des Aufstehens und endet mit der Zeit, in der wir ins Bett gehen. Unsere Erziehung und das System haben uns Erwachsene zu Menschen gemacht, denen es unheimlich schwer fällt auf etwas zu warten, den Moment zu genießen oder einfach mal spontan das zu machen, wozu man gerade Lust hat. Wenn wir etwas tun, sind wir mit unseren Gedanken häufig schon bei der nächsten Sache.

Diese, für uns so normal gewordene, Welt kollidiert aber extrem mit der von Kindern. Für sie gibt es keine Termine, sie leben noch im hier und jetzt. Wenn Sie Hunger haben, wollen sie essen, wenn sie müde sind schlafen und wenn sie spielen wollen, dann tun sie das auch. Es ist für ein Kleinkind nicht zu verstehen, dass etwas sofort gemacht werden muss. Umso verständlicher ist es aus dieser Sicht, dass sie sich dann meist dagegen sträuben. Mit Druck und Zwang erreicht man höchstens irgendwann Gehorsamkeit.

Wie erreiche ich aber, dass mein Kind etwas freiwillig macht?

Es ist eigentlich ganz einfach. Die Kommunikation zwischen Kind und Eltern muss sich ändern. Man muss sich nur mal in das Kind hineinversetzen. Was mag es und was nicht? Und da gibt es doch tatsächlich mal die eine Antwort, die auf alle Kinder zutrifft. Und die lautet: spielen wird geliebt und jeglicher Druck gehasst.

Wie kann man das nun auf alle „Pflichten“ des Kindes übertragen?

  • Indem man seinen Kindern (wann immer möglich) Zeit schenkt Dinge in Ruhe auszuprobieren oder eben erst dann zu machen, wenn ihnen danach ist. Ihr werdet sehen, wie es auch euch ein wenig vom Stress nimmt, wenn ihr euer Kind mal machen lasst, ohne dabei ständig auf die Uhr zu schauen und es einfach nur beobachtet.
  • Beziehe dein Kind mit ein. Gerade beim Windel wechseln ist das oft hilfreich.
  • Macht ein Spiel aus allem! Dabei sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt! Mit Singen, Bewegungen/tanzen, Grimassen schneiden oder auch als kleines Battle für das Kind, erreicht man schon echt viel.
  • Manchmal genügt es auch schon, die „lästige Aufgabe“ einfach anders zu benennen. Da wird beispielsweise aus „schlafen“ „kuscheln“ und aus „Zähne putzen“ wird „Zähne kitzeln“.

In diesem Sinne… Seid kreativ und nehmt euch so oft es möglich ist Zeit für eure Kinder!

Eure
Susanne

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