Ein Hoch auf die Hormone

Ein Hoch auf die Hormone

Ich muss gestehen, ich war ein „Sleepaholic“!

Mal abgesehen von meiner Sturm- und Drangzeit, in der ich mir ohne Schwierigkeiten die Nächte um die Ohren schlagen konnte, gehörte ich immer zu den Menschen, die gegen 22 Uhr ins Bett gehen, weil sie um 6 wieder raus müssen und somit ihre 8 Stunden Schlaf bekommen. Nächtliche Störungen oder Schlafentzug jeglicher Art, hat mich zu einem grummeligen Gesellen gemacht. Wenngleich ich morgens nach einer schlaflosen Nacht erstmal sehr gut drauf war und wie ein Buch geredet habe. Das änderte sich dann aber spätestens ab mittags radikal. Nicht nur meine Stimmung rutschte dann in den Keller, auch mein Kreislauf leistete ihr dann dort unten Gesellschaft. Und die beiden kamen nicht wieder nach oben, bis sie einen Energydrink oder ihren Schlaf bekamen.

Das Leben ändert sich

Diese Zeiten sind nun vorbei! Um genau zu sein, seit ca. 18 Monaten. Das Ganze fing schon in der Schwangerschaft an, als der Bauch so groß war, dass man damit unmöglich noch eine bequeme Position zum schlafen finden konnte. Damals hatte ich mich schon darauf gefreut, endlich wieder mal auf dem Bauch schlafen zu können, wenn mein Sohn geboren ist. Welch einem Irrtum ich da unterlag, wurde mir nach der Entbindung recht schnell bewusst. Nicht nur, dass meine Brüste, die voller Milch waren, schmerzten, wenn ich mich auf sie legte, mein kleiner Wirbelwind bevorzugte es auch, auf mir zu schlafen. Was er zum Teil bis heute noch gerne macht. Zusätzlich wird er nachts oft wach und will an die Brust. Es gibt Nächte, da bekomme ich nur 2 Stunden Schlaf. In guten sind es maximal 6. Mein kleiner Wirbelwind braucht nicht nur tagsüber sehr viel Nähe, sondern auch oder gerade nachts verlangt er sehr danach. Und… oh Wunder… ich stecke es verhältnismäßig gut weg! Früher wäre ich spätestens nach drei solcher Nächten auf dem Zahnfleisch gekrochen. Vor allem, wenn man mich tagsüber dann noch ohne Pause gefordert hätte. Ich denke, ich schaffe das nur dank der guten alten (Still-)Hormone. Keine Ahnung, wie sie funktionieren, aber sie haben mich durch 15 Monate mit meinem kleinen Wirbelwind (der ein sogenanntes High Need Baby ist) gebracht, ohne körperlichen oder psychischen Totalausfall.
Und dafür bin ich ihnen verdammt dankbar und nominiere sie hiermit für den Oscar in der Kategorie „bester Helfer für frischgebackene Mütter“!

In diesem Sinne… wünsche ich euch allen geruhsame, entspannte und erholsame Nächte!

Eure
Susanne

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