Abstillen – Ja oder Nein

Abstillen – Ja oder Nein

„Ein Baby das an der Brust seiner Mutter trinkt, bestätigt unleugbar unsere Verwurzelung in der Natur.“ David Suzuki

Sobald ich damals wusste, dass ich schwanger war, stand für mich fest, dass ich mein Kind stillen werde. Für mich persönlich haben und hatten schon immer die Dinge Priorität, die uns die Natur mit auf den Weg gegeben hat. Ganz einfach, weil ich der Meinung bin, dass es keinen Menschen gibt, der so genial und durchdacht ist, wie die Natur. Es gibt mit Sicherheit für viele Mütter genug Gründe, es anders zu machen und das sollte auch jede ganz individuell für sich entscheiden. Für mich und meinen kleinen Wirbelwind sollte es aber dieser Weg sein.
Und doch kam es etwas anders als geplant. Wie eigentlich bei fast allem, was mit meinem kleinen Schatz zu tun hat.
Das stillen wurde schon in den ersten 3 Tagen fast unerträglich schmerzhaft, so dass ich mich mit einer vorübergehenden Alternative recht schnell anfreundete. Um meinen entzündeten Brustwarzen etwas Erholung zu gönnen, sollte ich für einige Tage über Fingerfeeding meinem Kind abgepumpte Milch geben. Im Prinzip klappte das auch recht gut. Es gab nur ein Problem. Ich produzierte so nicht genug, um meinen Wirbelwind satt zu kriegen und musste deshalb zusätzlich noch Säuglingsnahrung geben. Und davon kam ich dann leider auch nicht mehr weg.
Das stillen habe ich aber trotzdem hartnäckig fortgeführt. Bis heute! Mein Wirbelwind trinkt schon lange keine Säuglingsnahrung mehr. Er isst überall mit. Zum Einschlafen, nachts und während seinen Schüben, hilft ihm aber nach wie vor das stillen am besten. Nun ist er mittlerweile 16 Monate alt und so langsam höre ich von allen Seiten, dass „endlich“ abgestillt wurde und dadurch vor allem die Nächte soviel besser wurden. Auch gibt es bei einigen Menschen regelrechtes Entsetzen, dass ich meinen Wirbelwind immer noch an die Brust lasse. Ich bin selbst erstaunt darüber, wie egal mir das alles ist! Natürlich gibt es für viele Mütter so einige Gründe, um abzustillen. Die meisten hoffen auf mehr Schlaf (dafür gibt es allerdings keine Garantie) und andere wiederum haben vielleicht einfach keine Lust mehr zu stillen. Das muss und sollte auch jede Frau für sich selbst entscheiden. Für mich persönlich gibt es zur Zeit (noch) mehr Gründe weiter zu stillen.

 

Warum ich noch nicht abstille

 

  • Diese Freude, die mein Sohn hat, wenn er an meine Brust kann, ist einfach toll. Es wird wohl nie wieder jemanden geben, der so überglücklich ist, wenn er meine entblößten Brüste sieht (vor allem jetzt nach dem Baby).
  • Muttermilch ist eine Wunderwaffe, die ich noch nicht bereit bin aufzugeben. Sie hilft bei Krankheit, zur Wundheilung, bei Hunger und Durst, zum einschlafen, zum beruhigen und als Trost. Einfach bei allem!
  • Auf Reisen ist stillen auch super praktisch. Beim fliegen hilft es, dass das Baby/Kleinkind den Start und die Landung gut übersteht. Ausserdem hat man immer und jederzeit Nahrung und Getränk fürs Kind dabei.
  • Ich möchte meinem Wirbelwind nicht einfach etwas für ihn so wichtiges wegnehmen. Zumindest jetzt noch nicht, wo er es noch nicht verstehen würde. Idealerweise stillt er sich irgendwann von alleine ab.

 

Das alles sind für mich genügend Gründe, noch nicht abzustillen.
Wie ist das bei Euch?

 

Eure
Susanne

One Response

  1. Sandra
    10. November 2017

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